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The new New Economy Analyst Report – April 30, 2005

Juergen Daum’s new New Economy Best Practice service

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English Version

 

Vom Controlling zum Business Support - „Beyond Budgeting“ bei Boots/BHI. Ein Interview mit Matthias Steinke, CFO BHI Deutschland.

News categories: The New Economy Economics, Finance and Acounting, Performance Management and Controlling

 

von Jürgen H. Daum

 

Ein Interview mit Matthias Steinke, Leiter Finanzen und Controlling bei Hermal Kurt Herrman GmbH, Reinbek bei Hamburg, einem Unternehmen der britischen Boots Gruppe. Dies ist die Kurzfassung eines Interviews aus dem demnächst erscheinenden Buch von Jürgen H. Daum zum Thema Beyond Budgeting und Performance Management. Das Interview ist  außerdem in dieser gekürzten Version erschienen in: Der Controlling Berater, Heft 2 / März 2005, S. 143-148.

 

Matthias Steinke ist Referent beim ersten deutschen Beyond Budgeting Summit (08.-10. Juni 2005 in Frankfurt/Main).

 

 

Boots Healthcare International (BHI) ist der am schnellsten wachsende Geschäftsbereich der im FTSE-Index der Londoner Börse gelisteten Boots Gruppe. BHI beschäftigt sich mit der Herstellung und Vermarktung von verschreibungspflichtigen und nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten sowie Produkten zur Gesundheitspflege. Das Produktspektrum umfasst die Marke Strepsils (obere Atemswegserkrankungen), in Deutschland bekannt unter den Markennamen Dobendan und Dolodobendan, die Marke Nurofen(Kopfschmerzen); und die Marken Clearasil, Balneum, Balneum-Ölbad und Hermal (Hautpflege und Hauterkrankungen). Mit der Marke Hermal ist BHI in Deutschland Marktführer im dermatologischen Arzneimittelsektor. Die Produkte werden in 130 Ländern vertrieben – also weltweit. BHI unterhält Entwicklungslabors in Nottigham, in Paris und in Reinbek bei Hamburg.

Matthias Steinke ist Leiter Finanzen und Controlling bei der Hermal Kurt Herrman GmbH & Co. OHG, dem deutschen Zweig von BHI. Ursprünglich zum Lehrer ausgebildet, hatte sich Herr Steinke seinerzeit für ein weiteres Studium zur Betriebswirtschaft entschieden und hat dann über diverse Praktika den Einstieg in den Bereich Controlling gefunden. Er ist außerdem Absolvent des 5-Stufenprogramms der Controller Akademie Gauting. Als sein Unternehmen vor einigen Jahren von der britischen Boots-Gruppe übernommen wurde, war Herr Steinke bereits im Unternehmen tätig und  hat den Übergang von einem traditionellen Budgeting-  zu einem Beyond Budgeting-Ansatz und von einer deutschen Managementkultur zu einer englischen Managementkultur hautnah miterlebt. 

 

Im Interview mit Juergen H. Daum erläutert Matthias Steinke das Boots/BHI “Beyond Budgeting” Management System und dessen Auswirkungen auf die Rolle des Controlling bzw. der Controller.

 

Jürgen H. Daum: Herr Steinke, kann man auf Budgets verzichten und trotzdem erfolgreich steuern? Ist Controlling und budgetlose Steuerung ein Widerspruch? Was sagen Sie dazu als Controller in einem Unternehmen, das keine festen Budgets kennt?

Matthias Steinke: Meiner Meinung nach ist das kein Widerspruch – im Gegenteil: Wir erleben hier im Alltag, dass die Steuerung ohne feste Jahresbudgets besser funktioniert als das bislang übliche Konzept der fixen Jahresbudgets. Zwar beginnen auch wir ein neues Geschäftsjahr damit, dass wir im Rahmen unserer Geschäftsplanung einen so genannten „Operative Plan“ erstellen. Die Absicht ist aber nicht, damit Ressourcen und Maßnahmen im voraus für ein ganzes Jahr fest zu legen. Es ist mehr ein erster Entwurf, der dann während des Jahres laufend an neue Geschäftsbedingungen angepasst wird. Der Zeck des Operative Plans ist es auch nicht, möglichst genaue Zahlen für die Zukunft zu ermitteln, sondern als Katalysator für den Managementdialog zu dienen, um gemeinsam und koordiniert festzulegen, wo wir hin wollen und wie wir unsere Ziele erreichen können und wollen.

Jürgen H. Daum: Wie ist das zu verstehen, dass der Operative Plan nicht fix ist?

Matthias Steinke: Der Operative Plan wird im Laufe des Jahres ständig überarbeitet und angepasst. Es wird bereits nach wenigen Wochen einem rollierenden Forecast-Prozess unterzogen, der die eigentliche Basis für die Steuerung in unserem Unternehmen darstellt. Im Rahmen des Forecasting-Prozesses werden die ursprünglichen Annahmen immer wieder hinterfragt, und bei wesentlichen Veränderungen ändern wir auch unsere Pläne. Nur so können Sie heute in einem dynamischen Marktumfeld erfolgreich sein. Und genau darum geht es ja beim Thema Controlling. Ein Widerspruch an sich zwischen Controlling, also zwischen der Steuerungsfähigkeit eines Unternehmens, und einem „budgetlosen“ Vorgehen im beschriebenen Sinne sehe ich nicht. Das Beyond-Budgeting-Verfahren hat sich für uns einfach als das effektivere erwiesen.

Jürgen H. Daum: Weshalb ist das bei Ihnen praktizierte Verfahren effektiver?

Matthias Steinke: Wir bei BHI in Deutschland sind Teil eines großen Ganzen, nämlich der weltweit agierenden Business Unit BHI, die wiederum der Boots-Gruppe gegenüber ihre Ziele erreichen muss. Und um diese Ziele anzusteuern ist es, wie die Erfahrung zeigt, viel einfacher und sinnvoller, wöchentlich, monatlich, gegebenenfalls auch täglich variabel auf sich verändernde Märkte zu reagieren, anstatt zu versuchen, starre Budgets auf Gedeih und Verderb zu erreichen. Kommt zum Beispiel die Positivliste für den Erstattungsmarkt in Deutschland nun im Juli, August, September? Solche Dinge können in unserem Geschäft signifikant verändern, was an Ergebnis für eine Business Unit möglich ist. Sie müssen sich dann möglichst schnell darauf einstellen, indem Sie mögliche Chancen nutzen, auch wenn diese in der ursprünglichen Planung nicht vorgesehen waren, und indem Sie negative Entwicklungen, auf die Sie keinen Einfluss haben, an anderer Stelle kompensieren. Unterm Strich würde ich sagen: man kann seine Ziele als Unternehmen oder Business Unit auf diese Weise viel besser erreichen als mit der klassischen Budgetplanung und -steuerung.

Jürgen H. Daum: Können sie den flexiblen Unternehmensplanungs- und Steuerungsprozess bei BHI näher erläutern? Wie startet dieser?    

Matthias Steinke: Der Steuerungsprozess, also das Performance Management, startet und endet mit einem sogenannten Performance Contract, den alle Business Units mit der Boots-Gruppe eingehen. Dieser Contract umfasst ein Commitment der Business Units für die Erreichung bestimmter Sales-, Profit-, Cash-Flow-, Economic-Profit - und Value-Ziele – letzteres ist eine Art Discounted Cash Flow, also der auf den Gegenwartswert abgezinste Kapitalfluss der nächsten fünf Jahre. Dieser Performance Contract wird jedes Jahr aktualisiert. Jede Business Unit, auch BHI, bricht dann den eigenen Performance Contract auf die einzelnen SPCs herunter (SPC = Strategic Profit Center. Das sind die lokalen Vertriebs&Marketing Einheiten). Die Top-down-Vorgaben sind zunächst nur ganz grob und beziehen sich auf Kernaussagen. Im Fokus steht das so genannte „Organic Growth“, also das mögliche Wachstum aus Eigenkraft, nicht durch Zukäufe. Damit soll die Vergleichbarkeit mit den Vorjahren geschaffen werden, denn auf diese Weise können wir tatsächlich Äpfel mit Äpfeln vergleichen – bei uns heißt das „like-for-like“. Gleichzeitig soll auch der Fokus auf den Ausbau der inneren Wachstumsstärke einer Einheit gerichtet werden. Die Finanzzahlen sagen darüber meist wenig aus. Deshalb stehen bei uns im Rahmen der Planung und Steuerung Fragen im Vordergrund wie z.B.: Wie habe ich eine bestehende Marke im Markt etabliert und wie erhalte ich sie gegen den Mitbewerber? Wie gewinne ich Marktanteile? Es geht darum, die Kernkompetenz der Unit transparent zu machen, Umsatzwachstum, Ergebniswachstum und Wert zu schaffen. Diese Zielgrößen werden auch laufend überwacht und müssen dann bei der Bottom-up-Planung der SPCs berücksichtigt werden. Eine Region mit beispielsweise zehn SPCs kennt dann in Summe und für jede einzelne SPC die Kennzahlziele. Jeder kennt am Anfang eines Geschäftsjahres seinen Anteil und das ist dann die Momentaufnahme, die wir Operative Plan nennen. Aber der Operative Plan bleibt eben, im Gegensatz zum traditionellen Jahresbudget, nicht fix. Bereits nach vier Wochen im neuen Jahr beginnen wir, uns die ersten Gedanken über einen Forecast zu machen, also darüber, wie es denn tatsächlich aufgrund der sich aktuell abzeichnenden Entwicklungen wohl laufen wird. Vier bis fünf  Mal im Jahr haben wir offizielle Forecast-Runden.

Jürgen H. Daum: Gibt es auch Forecasts außerhalb der normalen Forecasting-Runden – also Ad-hoc-Forecasts?

Matthias Steinke: Ja, natürlich. Forecasting wird nicht allein als institutionalisierter Prozess verstanden, der nur die Informationsbedürfnisse der Zentrale befriedigen soll, und den man dann eben mitmachen muss. Forecasting findet eigentlich immer statt. Denn das Forecasting dient zunächst einmal der Steuerung auf der lokalen, auf der SPC-Ebene, und dann auf der regionalen Ebene. Eine wichtige Funktion hat das Forecasting gerade auf der regionalen Ebene, da Sie da Entwicklungen auf lokaler Ebene ausgleichen können – wozu das lokale SPC selbst nicht in der Lage wäre. Lokale Forecasts, die irgend eine Bedrohung oder auch eine Chance zeigen, auf die lokal nicht reagiert werden kann, schlagen dann sofort in die regionale Ebene durch und schieben dort einen Ad-hoc-Forecast über die ganze Region und alle ihre SPCs an.

Jürgen H. Daum: Was könnte eine solche lokale Bedrohung zum Beispiel sein?

Matthias Steinke: Das Ausbleiben der Grippewelle in Polen etwa, das dadurch den lokalen Umsatz in der Category „Obere Atemwegserkrankungen“ gefährdet, wäre so ein Auslöser für einen Ad-hoc-Forecast über die ganze Region – wenn die erwartete Umsatzabweichung signifikant ist und lokal keine Chance zum Ausgleich besteht. Der Forecast zeigt dann etwa, dass man das Umsatz- und Profitziel auch auf regionaler Ebene verfehlen wird, wenn nichts geschieht. Dann schaut man, wie man durch höheren Marktingsupport anderorts diesen Umsatz wieder kompensieren könnte. Kann ich durch geeignete Maßnahmen, zum Beispiel durch einen vorgezogenen Produktlaunch einer Line Extension von Clearasil, den Umsatz in den Niederlanden stärker pushen? Oder kann ich durch eine Kooperation oder durch einen zusätzlichen, geleasten Außendienst das Rx-Umsatzziel in Deutschland erhöhen? So wird eben über die Monate flexibel gesteuert – immer mit Blick auf die Erfüllung des Gesamtziels und unter Ausnutzung auftretender Chancen, die dann auch zur Kompensation nichtbeeinflussbarer negativer Entwicklungen dienen können. Wir beobachten mögliche Ups and Downs und versuchen über den sogenannten Trade-off-Management-Prozess, Risiken zu begrenzen bzw. zu kompensieren und Chancen zu nutzen.

Jürgen H. Daum: Wie verändert sich die Arbeit des Controllers in einem Unternehmen, das von einer eher traditionellen Budgetsteuerung, mit festem Jahresbudget und monatlichen Soll-Ist-Vergleichen zu einer flexibleren Steuerung Beyond Budgeting wechselt, wo Pläne ständig angepasst werden. Sie haben ja als Controller diesen Übergang selbst hautnah miterlebt, als ihr Unternehmen seinerzeit von Boots übernommen wurde. Können Sie uns hier etwas über Ihre eigenen Erfahrungen berichten?

Matthias Steinke: Der Übergang von einem deutschen Unternehmen zu einem englischen Konzern war eine große Überraschung, weil plötzlich so eine „Hands-on-Mentalität“ einkehrte – eine ganz andere Management- und Controllingkultur. Es ist heute nicht mehr so wichtig, sich mit den Zahlen tagelang zu beschäftigen – lieber heute schon eine Idee auf einem Schmierzettel darstellen, anstatt sich tagelang in Zahlen einzugraben. 80:20-Genauigkeit ist hier das Schlagwort. Ungefähr richtig liegen, dafür aber schneller und aktueller sein, heißt die Devise. Eine Forecast-Idee schnell mal zu Papier bringen, anstatt darauf zu warten, bis der gesamte Planungs-Prozess pro Kostenstelle, pro Kostenart usw. im ERP-System durchgelaufen ist. Also, da hat es einen massiven Bruch gegeben.

Jürgen H. Daum: Was waren die Konsequenzen für die Controllingabteilung?

Matthias Steinke: Die offensichtlichste Veränderung, auch nach außen, war die Veränderung des Namens. Die Abteilung Controlling wurde gleich nach der Übernahme von Boots in „Business Support“ umbenannt. Dies war aber nicht nur einfach eine Namensänderung. Mit dem Wechsel des Namens ging eine drastischen Veränderung des Tätigkeitsfeld des Controllers und seiner gesamten täglichen Arbeit einher: weg vom bloßen Zahlenreporting, hin zum Business Support. Dies umfasst das Bewerten von Initiativen, die Begleitung von Geschäftsprozessen, Gedanken, Plänen jedweder Art. Und „Begleiten“ meint eben betriebswirtschaftliche Beratung, das Aufzeigen der Konsequenzen bestimmter Entscheidungen auf die Financials, darauf wie dann die zukünftigen Management Accounts aussehen würden.

Eine wesentliche Veränderung ist, dass die Tätigkeit auf die Zukunft gerichtet ist. Es geht nicht mehr darum, beim monatlichen Soll-Ist-Vergleich nachträglich zu erklären, was eigentlich gestern anders war als wir vorgestern geplant hatten. In der Vergangenheit kann ich nichts mehr ändern, sehr wohl aber in der Zukunft. Deshalb spielt das Überwachen der Entwicklung von Chancen und Risiken bei uns eine so große Rolle im Steuerungsprozess: Denn diese zeigen Ihnen auf, wo Sie die Zukunft gestalten können, wie Sie durch bestimmte Maßnahmen ihre Ziele doch noch erreichen können, auch wenn sich im dynamisch verändernden Umfeld die ursprünglichen Annahmen und Bedingungen laufend verändern.

Jürgen H. Daum: Was raten Sie ihren Kollegen, die den Übergang von der Budgetsteuerung zu einem wie auch immer gearteten Beyond-Budgeting-Prozess noch vor sich haben? Wo sollte man beginnen?

Matthias Steinke: Ich denke, es gibt da eine ganze Reihe von Möglichkeiten. Als Controller können Sie auf der kleinsten Ebene anfangen, direkt im Tagesgeschäft, ohne gleich ein großes Change-Management-Projekt ausrufen zu müssen. Versuchen Sie von der Starrheit weg zu kommen, hin zu flexiblen Zielgrößen. Schaffen Sie mehr Transparenz auch bezüglich der übergeordneten Ziele, damit die jeder selbst erkennen kann. Binden Sie sich in die Arbeit anderer Abteilungen ein. Keiner sollte mehr irgendwo eine Entscheidung treffen, ohne dass das Controlling diese begleitet. Um das zu erreichen, müssen Sie für die anderen Abteilungen einen Mehrwert bieten. Also zuhören, kommentieren, moderieren und beraten.

Jürgen H. Daum: Welche Vorraussetzungen müssten Ihrer Meinung nach gegeben sein, damit Controller tatsächlich so handeln können?

Matthias Steinke: Zu allererst müssen Controller von sich aus agieren. Sie sollten nicht im Kämmerlein sitzen, in den eigenen Laptop starren und einen schönen Report basteln. Sie müssen bereit sein, mit einer liebenswürdigen Penetranz sozusagen, eine aktive Rolle in anderen Fachabteilungen zu spielen und dort Business Support zu leisten. Sie müssen andere laufend davon überzeugen, dass deren Wohl und Wehe dem Ganzen dienen muss und jede Aktivität letztendlich in den Financials des Ganzen resultieren. Darüber hinaus muss ein Unternehmen sich so aufstellen, dass Top-down auch ein Umfeld geschaffen wird, vom Management explizit gewollt und kommuniziert, in dem keine Entscheidungsvorbereitung ohne die Begleitung des Controllings stattfindet. Die neue Kultur muss also sowohl von oben vorgegeben werden, als auch von unten gelebt werden. Es geht darum, eine Kultur im Unternehmen zu schaffen, wo man als Controller nicht für die „Kontrolle“ zuständig ist. Ein Controller sollte nicht fragen, weshalb irgendwo eine fürchterliche Abweichung vom Plan entstehen konnte und wer die Schuld daran hat. Er sollte vielmehr fragen, wie man die Abweichung gemeinsam auf die Zukunft orientiert kompensieren kann und wie die Ziele doch noch erreicht werden können. Dies hinzubekommen, dazu Bedarf es des Managements und des Controllings. Nur so schaffen Sie den Übergang von einem traditionellen, rein zahlenorientierten Controlling hin zum Business Support. 

Jürgen H. Daum: Hr. Steinke, vielen Dank für das interessante Gespräch.

 

 

 

 

Über den Autor

 

Jürgen H. Daum ist Management Adviser, Finance & Unternehmenssteuerungs-Experte und Chief Solution Architect der Business Solutions Architects Group EMEA bei der SAP, Walldorf. Für die CFOs und Controller zahlreicher europäischer Unternehmen fungiert er als Ideen- und Impulsgeber bei der Neuausrichtung der Finanzorganisation und der Unternehmenssteuerung. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Fachzeitschriften, spricht auf Konferenzen im In- und Ausland und ist Autor von „Intangible Assets oder die Kunst, Mehrwert zu schaffen“ (dt.: Galileo-Press 2002, engl.: John Wiley & Sons, 2003). Vor seiner Zeit bei SAP war er kaufmännischer Leiter eines mittelständischen Unternehmens. Website: http://www.juergendaum.de/

 

 


 

Top-Thema: Beyond Budgeting

 

“Fixe Jahresbudgets sind heute nicht mehr zeitgemäß. Ein Budget ist einfach zu statisch und hält Manager in der Vergangenheit gefangen – in dem was sie im vergangenen Jahr, während der Budgetrunde, dachten, was richtig sei. Um in der heutigen globalen Wirtschaft mit ihren schnell wechselnden Marktbedingungen und agilen Wettbewerbern erfolgreich sein zu können, müssen Unternehmen in der Lage sein, ihre Prioritäten kontinuierlich anzupassen und ihre Ressourcen dort einzusetzen, wo diese am meisten Wert für Kunden und Anteilseigner schaffen können. Dafür benötigen sie die richtigen Konzepte, Management-Prozesse und Controlling-Instrumente – Konzepte, wie sie das Beyond Budgeting Management Model bereit stellt. Die Einführung neuer Steuerungsinstrumente wie die Balanced Scorecard, die helfen die gesamte Unternehmensorganisation besser auf strategische Ziele auszurichten und auf das Wesentliche zu fokussieren, haben die richtige Ausgangs-Basis dafür geschaffen. Denn wenn die Ziele klar sind, kann operativ schneller auf veränderte Rahmenbedingungen reagiert werden. Was aber oft noch fehlt, ist die Flexibilisierung der operativen Planung und Maßnahmensteuerung. Denn das starre Budget wird im Tagesgeschäft oft zum Hindernis, wenn das richtige getan werden soll. Das Beyond Budgeting Modell will genau diese Lücke schließen.“ 

                                                               Jürgen H. Daum

> Erster deutscher Beyond Budgeting Summit, 8.-10. Juni 2005 in Frankurt/Main

Grundsatzartikel von J.D. "Von der Budgetsteuerung zum Beyond Budgeting" | Interview mit Lennart Francke, CFO of Svenska Handelsbanken | Panel Discussion with Borealis, Nestlé, and Unilever | Interview with Jeremy Hope – co-founder of the Beyond Budgeting Round Table | Interview with J.D. on finance and IT | J.D.s Beyond Budgeting Info Center |


 

 

Additional Resources:

 

Why a new Management System ? –article by Juergen H. Daum

 

Performance Management Beyond Budgeting: Why you should consider it, How it works, and Who should contribute to make it happen – article by Juergen Daum

 

Website of the Beyond Budgeting Round Table

 

J.D.’s Beyond Budgeting Info Center

 

Juergen H. Daum's book on: Intangible Assets and Value Creation, Wiley 2002

 

J.D.’s Best Practice Channel – Finance

 

 

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Interview with Patrick M. Georges: How can executives improve their personal productivity?

 

The Management Cockpit “War Room” at Iglo-Ola (Unilever Belgium): An Interview with Iglo-Ola’s Financial Controller Ghislain Malcorps

 

Vector-Based Performance Measurement: Linking the Subjective and Objective Dimension into One System of Performance Measurement

 

Panel discussion: Beyond Budgeting – breaking free from the annual fixed budget

 

Interview with Jeremy Hope: The Origins of Beyond Budgeting and of the Beyond Budgeting Round Table (BBRT)

 

Beyond Budgeting on the move: report from the First Annual Beyond Budgeting Summit in London

 

Interview with Lennart Francke: Managing without budgets at Svenska Handelsbanken

 

Why companies need new management systems to achieve sustained profitability - especially in difficult economic times

 

Approaching the next level of shareholder value management – the art of corporate performance management (part 2)

 

Approaching the next level of shareholder value management – basics (part 1)

 

Performance Management Beyond Budgeting: Why you should consider it, How it works, and Who should contribute to make it happen

 

The book of the month: “Good to Great: Why some companies make the leap…and others don’t” by Jim Collins

 

Corporate Performance Management: Managing profitability and growth in the new environment

 

How to create value with Real Options based innovation management

 

The book of the month: “Ownership and Value Creation – Strategic Corporate Governance in the New Economy” by Rolf H. Carlsson

 

Leveraging e-Business Opportunities for Finance – Q&A with Juergen Daum

 

Interview with Leif Edvinsson: Intellectual Capital: the new wealth of corporations

 

How Systems Thinking / Systems Dynamics helps to identify limits to growth to boost innovation value

 

How scenario planning can significantly reduce strategic risks and boost value in the innovation chain

 

Interview with David P. Norton: "Intangible Assets and the Balanced Scorecard"

 

Beyond Budgeting: How to become an adaptive sense-and-respond organization

 

“The Mind of the C.E.O” by Jeffrey E. Garten

 

The book of the month: “The Innovator’s Dilemma” by Clayton M. Christensen

 

The Book of the Month: “The Strategy-Focused Organization” by Robert Kaplan and David Norton

 

 

 

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